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Das unterschätzte Risiko für Trinkwasserqualität

  • Autorenbild: christian tichy
    christian tichy
  • 14. Nov. 2025
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 29. Dez. 2025



Die Wasserqualität hängt nicht nur vom Wasserwerk ab, sondern vom Zustand der Leitungen im eigenen Haus.


1. Blei in Altbauten

Viele Häuser aus der Zeit vor 1973 besitzen noch Bleirohre.


2. Kupferrohre

Kupfer löst sich bei saurem Wasser stärker, was besonders für Babys gefährlich ist.


3. Verzinkte Rohre

Sie neigen zu Ablagerungen, Rost und Biofilmen.


4. Stagnationswasser

Wasser, das über Nacht steht, kann höhere Belastungen aufweisen.


5. Warum Osmosewasser hilft

Eine RO-Anlage reduziert Schadstoffe, auch wenn sie durch Leitungen ins Haus gelangt sind.


Fazit

Die Qualität des Trinkwassers im Haus hängt stark von Leitungen ab. Umkehrosmose schafft Sicherheit.


Alte Rohre und schlechtes Trinkwasser – ein unterschätztes Risiko im Alltag


Sauberes Trinkwasser gilt in Deutschland als selbstverständlich. Tatsächlich gehört die öffentliche Wasserversorgung zu den bestüberwachten weltweit. Doch was viele Menschen nicht wissen: Die Qualität des Wassers an der Übergabestelle sagt noch nichts darüber aus, in welchem Zustand es letztlich aus dem eigenen Wasserhahn kommt. Denn zwischen Wasserwerk und Glas liegen oft Jahrzehnte alte Rohrleitungen, die das Trinkwasser erheblich beeinflussen können. Alte Rohre sind eine der häufigsten Ursachen für schlechtes Trinkwasser im Haushalt.


Warum alte Wasserleitungen ein Problem darstellen

In vielen Gebäuden – insbesondere Altbauten aus den 1950er-, 60er- oder 70er-Jahren – sind noch Rohrsysteme verbaut, die heutigen hygienischen und gesundheitlichen Standards nicht mehr entsprechen. Je nach Baujahr kommen unterschiedliche Materialien zum Einsatz, die langfristig problematisch sein können.

Typische alte Rohrmaterialien sind:

  • verzinkte Stahlrohre

  • Bleirohre

  • Kupferrohre älterer Generation

  • Eisenleitungen

  • Mischinstallationen aus verschiedenen Metallen

Diese Materialien altern, korrodieren und reagieren mit dem Wasser. Dabei können Stoffe freigesetzt werden, die die Trinkwasserqualität deutlich verschlechtern.


Bleirohre – eine unsichtbare Gefahr

Besonders kritisch sind alte Bleirohre, die bis in die 1970er-Jahre verbaut wurden. Auch heute existieren sie noch in vielen Altbauten, oft unbemerkt. Blei kann aus den Rohrleitungen ins Trinkwasser übergehen und stellt ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko dar.

Mögliche Folgen von Blei im Trinkwasser:

  • Entwicklungsstörungen bei Kindern

  • Beeinträchtigung des Nervensystems

  • Konzentrationsprobleme

  • Belastung von Leber und Nieren

  • erhöhtes Risiko in Schwangerschaft und Stillzeit

Schon geringe Mengen können langfristig schädlich sein. Deshalb gilt: Bleirohre sollten vollständig ersetzt werden. Bis dahin kann eine hochwertige Filterlösung helfen, die Belastung deutlich zu reduzieren.


Korrosion und Rost in alten Wasserleitungen

In vielen Gebäuden sind verzinkte Stahlrohre verbaut. Diese neigen mit zunehmendem Alter zur Korrosion. Die Zinkschicht löst sich ab, das darunterliegende Metall rostet, und es entstehen Ablagerungen im Rohrinneren.

Typische Anzeichen für korrodierte Rohre sind:

  • bräunliches oder gelbliches Wasser

  • metallischer Geschmack

  • schwankender Wasserdruck

  • trübes Wasser nach längerer Standzeit

  • Ablagerungen im Wasserkocher oder an Armaturen

Rostpartikel können zwar meist keine akute Vergiftung verursachen, beeinträchtigen aber Geschmack, Geruch und optische Qualität des Trinkwassers erheblich. Zudem bieten sie eine ideale Oberfläche für Keime und Biofilme.


Alte Rohre als Nährboden für Keime und Bakterien

Ein oft unterschätztes Problem alter Rohrleitungen ist die mikrobiologische Belastung. In alten, rauen oder beschädigten Rohren können sich Biofilme bilden – dünne Schleimschichten aus Mikroorganismen, die sich an den Rohrwänden festsetzen.

Diese Biofilme können enthalten:

  • Bakterien

  • Keime

  • Pilze

  • Legionellen

  • organische Rückstände

Vor allem bei stagnierendem Wasser, selten genutzten Leitungen oder warmen Temperaturen steigt das Risiko. Besonders gefährdet sind Haushalte mit:

  • langen Leitungswegen

  • selten genutzten Zapfstellen

  • Warmwasserspeichern

  • alten Mehrfamilienhäusern


Kupferrohre und Metallbelastungen

Auch Kupferrohre können problematisch sein, vor allem in Kombination mit saurem oder sehr weichem Wasser. In solchen Fällen kann sich Kupfer aus den Leitungen lösen und ins Trinkwasser übergehen.

Mögliche Folgen erhöhter Kupferwerte:

  • Magen-Darm-Beschwerden

  • Übelkeit

  • metallischer Geschmack

  • langfristige Belastung von Leber und Stoffwechsel

Gerade bei Säuglingen und Kleinkindern wird kupferhaltiges Trinkwasser nicht empfohlen.


Warum Wasser aus dem Wasserwerk trotzdem „gut“ ist

Wichtig zu verstehen: Das Wasserwerk liefert in der Regel einwandfreie Qualität. Die Probleme entstehen fast immer nach dem Hausanschluss, also innerhalb der Gebäudeinstallation.

Das bedeutet:

  • Das Wasser verlässt das Wasserwerk sauber

  • Der Weg durch alte Rohre verändert die Qualität

  • Verantwortung liegt beim Gebäudeeigentümer

Deshalb kann ein offizieller Wasserbericht sehr gut aussehen, während das Wasser aus dem eigenen Hahn dennoch belastet ist.


Typische Anzeichen für schlechtes Trinkwasser im Haushalt

Viele Menschen bemerken erst spät, dass ihr Trinkwasser beeinträchtigt ist. Warnzeichen können sein:

  • unangenehmer Geschmack

  • metallischer oder muffiger Geruch

  • Trübungen oder Verfärbungen

  • Kalk- oder Rostablagerungen

  • schneller Verschleiß von Haushaltsgeräten

  • Hautreizungen oder trockene Haut

  • veränderter Geschmack von Tee oder Kaffee

Diese Symptome sind oft Hinweise auf alte Rohre, Ablagerungen oder eine unzureichende Wasserqualität.


Warum ein kompletter Rohrtausch oft schwierig ist

Ein Austausch alter Wasserleitungen ist technisch sinnvoll, aber häufig mit hohen Kosten verbunden. Besonders in Altbauten oder Eigentümergemeinschaften ist eine Sanierung oft:

  • teuer

  • baulich aufwendig

  • zeitintensiv

  • genehmigungspflichtig

  • nicht sofort umsetzbar


Viele Eigentümer und Mieter suchen deshalb nach praktikablen Zwischenlösungen, um die Trinkwasserqualität zu verbessern.


Moderne Wasserfilter als Lösung bei alten Rohrsystemen

Eine bewährte Möglichkeit, die Belastung durch alte Leitungen zu reduzieren, sind moderne Trinkwasserfilter. Besonders leistungsfähig sind Systeme auf Basis der Umkehrosmose.

Vorteile moderner Trinkwasserfilter:

  • Reduzierung von Schwermetallen

  • Filterung von Rostpartikeln

  • Entfernung von Bakterien und Keimen

  • Reduktion von Medikamentenrückständen

  • Verbesserung von Geschmack und Geruch

  • Schutz vor Verunreinigungen aus alten Leitungen

Ein hochwertiger Wasserfilter kann dabei helfen, unabhängig vom Zustand der Hausinstallation sauberes Trinkwasser zu erhalten.


Umkehrosmose als besonders effektive Filtertechnologie


Die Umkehrosmose gilt als eine der gründlichsten Methoden zur Trinkwasseraufbereitung. Dabei wird das Wasser durch eine extrem feine Membran gepresst, die selbst kleinste Partikel zurückhält.

Gefiltert werden unter anderem:

  • Schwermetalle

  • Nitrat

  • Pestizide

  • Medikamentenrückstände

  • Mikroplastik

  • Keime und Bakterien

  • Kalk

  • Rost

  • Chlor

Das Ergebnis ist besonders reines Osmosewasser, das frei von problematischen Stoffen ist – unabhängig davon, wie alt die Rohrleitungen sind.

Warum alte Rohre und Wasserqualität eng zusammenhängen

Viele Menschen unterschätzen, wie stark Rohrmaterial, Alter und Nutzung die Wasserqualität beeinflussen. Selbst modern aufbereitetes Trinkwasser kann auf dem letzten Meter belastet werden.

Die Kombination aus:

  • alten Leitungen

  • Ablagerungen

  • Biofilmen

  • Metallionen

  • Stagnation

führt häufig dazu, dass das Wasser nicht mehr dem entspricht, was man sich unter sauberem Trinkwasser vorstellt.


Fazit: Alte Rohre ernst nehmen – Trinkwasser schützen

Alte Rohrleitungen sind eine der häufigsten Ursachen für schlechtes Trinkwasser in Haushalten. Sie können Metalle, Rost, Keime und andere Stoffe ins Wasser abgeben und langfristig die Gesundheit beeinträchtigen. Besonders in Altbauten sollte das Thema nicht unterschätzt werden.

Wer keine Möglichkeit hat, die komplette Installation zu erneuern, kann mit modernen Trinkwasserfiltern und Umkehrosmoseanlagen eine effektive Lösung schaffen. Sie bieten Schutz, verbessern Geschmack und Qualität und sorgen für ein sicheres Gefühl beim täglichen Wasserverbrauch.

Sauberes Wasser beginnt nicht nur im Wasserwerk – sondern direkt im eigenen Zuhause.

 
 
 

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